Krankheiten

Myxomatose

Die Myxomatose (auch Kaninchenpest genannt) ist eine Viruserkrankung und in Deutschland weit verbreitet. Sie befällt häufig Wild- und Hauskaninchen, eher selten Feldhasen.

Sie wird in erster Linie über Stechmücken verbreitet, die dem Virus als Beförderungsmittel quasi dienen. Auch Kaninchen in Innenhaltung sind in einer potentiellen Gefahr, denn auch in der Großstadt gibt es Mücken. Beispiel München: Dort werden sehr oft an Myxomatose erkrankte Wildkaninchen entdeckt. Weiterhin kann der Virus direkt, das heißt von Tier zu Tier, übertragen werden und auch über Gegenstände (kontaminiertes Futter (z.B. frisches Grün aus der Natur) oder über Schuhe) eingeschleppt werden.

Eine Therapie eines Myxomatosepatienten ist sehr kritisch - es gab Tiere, die eine Erkrankung überlebt haben. Ein Großteil stirbt jedoch elendlich. 

Einzigster Schutz ist eine regelmäßige Impfung. Diese beginnt mit einer Grundimmunisierung, die nach spätestens 4 Wochen aufgefrischt werden muss. Danach sollte in mindestens halbjährlichen Abständen eine Nachimpfung erfolgen. In Risikogebieten, in denen es laufend Myxomatoseausbrüche gibt, empfiehlt sich sogar eine quartalsweise Impfung.

Ende 2011 wurde bunny-in informiert, dass es eine neue Myxomatose-Impfung gibt, die scheinbar 1 Jahr lang schützen soll. Nähere Informationen finden sich in diesem >>Link<<. Ob der Schutz wirklich ausreichend ist, kann unser Team noch nicht bestätigen, da wir unsere Tiere damit bislang nicht geimpft haben. Zudem ist auf mehreren Seiten und nach Gesprächen mit Tierärzten bekannt geworden, dass man zuvor mit anderen Impfstoffen geimpfte Tiere nun nicht mit diesem neuen Wirkstoff impfen lassen könne. Hier wäre es so, dass man jenen neuen Impfstoff wohl nur bei der allerersten Impfung eines Tieres verwenden kann. bunny-in empfiehlt daher vor der Impfung/Impfauffrischung ggf. Rücksprache mit dem Tierarzt zu halten.

Woran erkennt man, das Myxomatose ausgebrochen ist?
Erkrankte Tiere können Schwellungen im Kopfbereich (insbesondere Augenlider, Maul und Lippen, Ohren) und des Genitalbereiches aufweisen. Sie dehnen sich weiter aus. Schluck- und Atembeschwerden können die Folge sein. Treten die ersten Anzeichen auf, so kämpft das Tier bereits seit 3-10 Tagen mit dem Virus. Viele Tiere verenden meist 14 Tage nach der Ansteckung.

Bei der chronischen Form der Myxomatose kommt es beim Tierpatient vermehrt zu einer Pustelbildung. Das Tier kann sich erholen, trägt jedoch lebenslang den Virus in sich.